share this post

on this page

Die Elektrifizierung des Fuhrparks geht schnell voran. Transporter, Lkw und Dienstwagen wechseln in großer Zahl auf Elektroantrieb, und damit steigen die Anforderungen an Ihr Betriebsgelände. Eine solide Ladeinfrastruktur ist keine Option mehr, sondern eine Grundvoraussetzung für den Betrieb. Gleichzeitig stößt das Stromnetz an seine Grenzen, und jedes Kilowatt Spitzenleistung wird teurer. Wie bauen Sie also einen Ladepark auf, der heute funktioniert und morgen mit Ihrem Unternehmen wächst?

TL;DR

Das Stromnetz ist überlastet, Spitzenleistung kostet mehr denn je, und zwanzig Transporter, die gleichzeitig einstecken, schlagen stärker zu Buche als erwartet. Einen Ladepark aufzubauen ist mehr als Ladesäulen aufstellen.

  • Netzengpässe machen Netzausbau in weiten Teilen Deutschlands und Österreichs kaum realisierbar. Wer seine bestehende Anschlussleistung nicht intelligent nutzt, kommt nicht weiter.
  • Die Leistungspreiskomponente rechnet auf Basis Ihrer Spitze ab, nicht Ihres Durchschnittsverbrauchs. Ein unglücklicher Abend mit zehn Lkw auf Volllast bestimmt Ihren Tarif für das ganze Jahr.
  • Smart Charging verteilt Ladevorgänge über die Nacht auf Basis von Energiepreisen und verfügbarer Kapazität. Jeder Transporter ist um 07:00 Uhr geladen, ohne zusätzliche Netzinvestition.
  • Ein Ladepark ohne Anbindung an Photovoltaik und Batteriespeicher kostet mehr als nötig. Eigene Erzeugung, die nachts ungenutzt bleibt, wird zu einem niedrigeren Tarif eingespeist, als Sie sie später zurückkaufen.
  • Tibo EMS koordiniert alle Ihre Assets im Zusammenspiel. Unter der Haube arbeitet Alice, unser Algorithmus, der alle fünf Minuten einen 48-Stunden-Steuerungsplan neu berechnet, auf Basis von Energiepreisen, Wetterprognosen und dem Status Ihres Fuhrparks.

Unternehmen, die ihre Ladeinfrastruktur jetzt intelligent aufbauen, laden morgen zu niedrigeren Kosten. Wer wartet, zahlt für Lastspitzen, die es nicht hätte geben müssen.

Was ist Ladeinfrastruktur für Unternehmen?

Ladeinfrastruktur für Unternehmen umfasst alles, was nötig ist, um Elektrofahrzeuge auf Ihrem Gelände zu laden: Ladesäulen, Kabel, den Netzanschluss, das Mess- und Abrechnungssystem sowie die Software, die das Ganze steuert. Ein Ladepark ist die physische Zusammenführung mehrerer Ladepunkte an einem Standort, häufig ausgelegt für den eigenen Fuhrpark sowie für Besucher und Mitarbeiter.

Für Logistik– und Industrieunternehmen geht es in der Regel um mehr als einige Ladepunkte für Dienstwagen. Denken Sie an Dutzende Ladepunkte für Transporter, Schnelllader für Lkw oder dedizierte Depotladelösungen für den gesamten Fuhrpark. Diese Größenordnung verändert die Aufgabe grundlegend: nicht nur technisch, sondern auch finanziell und operativ.

Warum in einen eigenen Ladepark investieren?

Die Beweggründe unterscheiden sich je nach Unternehmen, laufen aber häufig auf dieselben Punkte hinaus:

  • Fuhrparkdekarbonisierung. Immer mehr Unternehmen setzen auf elektrische Transporter und Lkw. Ohne eigene Ladeinfrastruktur sind Sie auf öffentliche Ladepunkte angewiesen, mit allen Planungsproblemen und Kosten, die das mit sich bringt.
  • Null-Emissions-Zonen. Ab 2025 gelten in immer mehr Innenstädten Null-Emissions-Zonen für die Stadtlogistik. Das setzt Elektrofahrzeuge voraus, und diese Fahrzeuge brauchen eine zuverlässige Lademöglichkeit.
  • Arbeitgeberattraktivität. Mitarbeiter mit Elektrofahrzeugen erwarten Lademöglichkeiten am Arbeitsplatz.
  • Servicequalität für Kunden. Besucher und Kunden schätzen es, wenn sie während ihres Aufenthalts laden können.
  • Eigenverantwortung und niedrigere Kosten. Mit einem eigenen Ladepark entscheiden Sie selbst, wann und zu welchem Preis geladen wird, und können Ladevorgänge mit Ihrem eigenen Solarstrom koppeln.

Die drei größten Herausforderungen beim EV Fleet Charging

Einen Ladepark aufzubauen klingt unkompliziert: Säulen aufstellen, anschließen, fertig. In der Praxis stoßen Unternehmen auf drei hartnäckige Probleme.

  • 1

    Netzengpässe und lange Wartezeiten für Netzausbau
    Das Stromnetz ist ausgelastet. In vielen Regionen ist ein Ausbau der Anschlussleistung schlicht nicht kurzfristig möglich, Wartezeiten von mehreren Jahren sind eher die Regel als die Ausnahme. Sie möchten zehn Schnelllader installieren, aber Ihr Netzanschluss lässt das nicht zu? Dann stehen Sie still. Es sei denn, Sie nutzen die vorhandene Kapazität intelligenter.

  • 2

    Spitzenleistung und die Leistungspreiskomponente
    Je mehr Fahrzeuge Sie gleichzeitig laden, desto höher die Lastspitze an Ihrem Anschluss. Diese Lastspitze bestimmt unmittelbar Ihre Netzkosten über die Leistungspreiskomponente. Ein ungünstiger Moment, in dem zehn Transporter gleichzeitig auf voller Leistung laden, kann Ihre Jahresabrechnung langfristig belasten. Beim EV Fleet Charging ohne aktives Management sind solche Spitzen nahezu unvermeidlich.

  • 3

    Integration mit anderen Energie-Assets
    Viele Unternehmen verfügen bereits über eine Photovoltaikanlage, einen Batteriespeicher oder planen beides. Ein Ladepark ohne Anbindung an diese Assets ist eine verschenkte Chance. Sie laden nachts aus dem Netz, während Ihre eigene Solarenergie tagsüber eingespeist wurde, häufig zu einem niedrigeren Tarif als dem, den Sie später für den Rückkauf zahlen. Das kostet unnötig Rendite.

Einen Ladepark aufbauen: das Vorgehen Schritt für Schritt

Ein funktionierender Ladepark erfordert eine durchdachte Herangehensweise. Diese Schritte geben Ihnen eine Orientierung.

  • Schritt 1: Ermitteln Sie Ihren Ladebedarf. Wie viele Fahrzeuge, mit welcher Batteriekapazität, und wann stehen sie still? Ein Transporter, der zwölf Stunden über Nacht auf dem Gelände steht, stellt eine ganz andere Anforderung dar als ein Lkw, der stündlich wieder abfahren muss.
  • Schritt 2: Analysieren Sie Ihren Netzanschluss. Welche Anschlussleistung steht Ihnen zur Verfügung, wie sieht Ihr aktuelles Verbrauchsprofil aus, und wie viel Spielraum haben Sie noch in Spitzenlastzeiten? Das bestimmt, was technisch machbar ist, ohne den Anschluss ausbauen zu müssen.
  • Schritt 3: Wählen Sie die passende Ladeleistung je Fahrzeugtyp. Nicht jedes Fahrzeug muss schnellgeladen werden. Intelligent verteiltes Laden mit geringerer Leistung ist häufig günstiger, schont den Akku und entlastet Ihren Netzanschluss.
  • Schritt 4: Integrieren Sie andere Energie-Assets. Haben Sie eine Photovoltaikanlage, einen Batteriespeicher oder eine Wärmepumpe? Prüfen Sie, wie Ihr Ladepark damit zusammenarbeiten kann. So reduzieren Sie Ihre Netzabhängigkeit und nutzen Ihre eigene Erzeugung optimal.
  • Schritt 5: Wählen Sie ein Energiemanagementsystem. Hier läuft alles zusammen. Ein gutes Energiemanagementsystem steuert alle Ihre Ladepunkte in Echtzeit, verhindert eine Überlastung des Anschlusses und sorgt dafür, dass jedes Fahrzeug rechtzeitig geladen ist.
  • Schritt 6: Klären Sie Finanzierung und Betrieb. Betreiben Sie den Ladepark selbst oder arbeiten Sie mit einem Charge Point Operator zusammen? Wie gehen Sie mit Ladevorgängen von Besuchern und Mitarbeitern um? Welche interne Kostenverrechnung gilt?

Smart Charging ist keine Komfortoption mehr

Der Unterschied zwischen einem Ladepark, der Geld kostet, und einem, der Geld spart, liegt in der Steuerung. Smart Charging, auch als Lademanagement oder Demand Response bezeichnet, ist der Ansatz, mit dem Ladevorgänge dynamisch über die Zeit und über die verfügbare Kapazität verteilt werden.

Ein konkretes Beispiel: Zwanzig Transporter kommen um 18:00 Uhr an und müssen um 07:00 Uhr wieder fahren. Ohne Steuerung laden alle gleichzeitig auf voller Leistung, was eine erhebliche Lastspitze verursacht. Mit Smart Charging verteilt das System die Ladevorgänge über die gesamte Nacht, nutzt die Stunden mit den günstigsten Energiepreisen und stellt sicher, dass jeder Transporter um 07:00 Uhr vollgeladen ist. Das Ergebnis: niedrigere Kosten, eine geringere Spitzenleistung und keine Investition in Netzausbau.

Kombinieren Sie das mit einer Photovoltaikanlage und einem Batteriespeicher, können Sie tagsüber Ihre eigene Erzeugung für Fahrzeuge nutzen, die auf dem Gelände bleiben, während Sie nachts den günstigsten Netzstrom beziehen. Das ist der Unterschied zwischen reaktivem Laden und einer durchdachten Energiestrategie.

Tibo EMS: Ladeinfrastruktur als Teil Ihrer gesamten Energiestrategie

Ein Ladepark steht nie für sich allein. Er ist Teil Ihrer gesamten Energieversorgung, zusammen mit Photovoltaik, Batteriespeichern, Ihrem Gebäudesystem und Ihrem Netzanschluss. Genau dafür ist Tibo EMS entwickelt worden.

Tibo EMS ist ein SaaS-Energiemanagementsystem, das alle Ihre Energie-Assets kontinuierlich aufeinander abstimmt. Unter der Haube arbeitet Alice, unser Algorithmus, der alle fünf Minuten einen 48-Stunden-Steuerungsplan neu berechnet, auf Basis von Energiepreisen, Wetterprognosen, Ihrem Ladebedarf und dem Status aller Ihrer Assets. Ob Sie zehn Transporter laden, Ihren Batteriespeicher optimal nutzen oder Ihre Produktion mit der Solareinspeisung abstimmen möchten: Das Tibo EMS trifft alle fünf Minuten die beste Entscheidung.

Das führt zu konkreten Ergebnissen: bis zu 60 % niedrigere Energiekosten an energieintensiven Standorten und bis zu 50 % weniger CO₂-Emissionen durch maximale Nutzung erneuerbarer Energien. Und vielleicht noch wichtiger: Sie gewinnen Spielraum trotz Netzengpässen, indem Sie Ihre vorhandene Kapazität intelligent einsetzen, sodass Ihr Ladepark wachsen kann, ohne auf Netzausbau warten zu müssen.

Das Tibo EMS ist hardwareunabhängig und lässt sich mit den gängigsten Ladesäulen, Batteriespeichern, Solarsystemen und Gebäudemanagementsystemen verbinden. Sie müssen Ihre bestehende Infrastruktur nicht ersetzen. Das Tibo EMS holt mehr aus dem heraus, was bereits vorhanden ist.

Bereit herauszufinden, was bei Ihnen möglich ist?

Jedes Unternehmen ist anders. Die verfügbare Anschlussleistung, die Zusammensetzung Ihres Fuhrparks, Ihre bestehenden Energie-Assets und Ihre Wachstumspläne bestimmen gemeinsam, wie die beste Ladeinfrastruktur für Ihren Standort aussieht. Mit dem Tibo Energy System Simulator ermitteln wir das im Detail, einschließlich der finanziellen Auswirkungen, der Einsparungen und der Amortisationszeit. Keine Annahmen, sondern eine fundierte Wirtschaftlichkeitsrechnung auf Basis Ihrer tatsächlichen Situation.

Fragen Sie eine Simulation an und erfahren Sie, wie Sie einen Ladepark aufbauen, der heute funktioniert und auf das Wachstum von morgen vorbereitet ist.

Newsletter

Das Wichtigste landet direkt in Ihrem Posteingang.

Unsere Blogartikel geben einen ersten Einblick. Abonnenten erhalten tiefergehende Analysen, fundierte Einschätzungen und Inhalte rund um intelligentes Energiemanagement — regelmäßig und ohne Umwege.