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Wachstum geht beispielsweise mit einer neuen Produktionshalle einher. Aber wie sorgt man dafür in einem Gebiet, in dem das Stromnetz überlastet ist? Wie werden Sie Netzengpässe Herr? Auch Van Ommen, ein international tätiger Spezialist für Metallbearbeitung, stieß an seine Grenzen. Eine Expansion schien lange Zeit nicht möglich. Dank der gemeinsamen Lösung von Hollander Techniek und Tibo Energy entstand jedoch Raum. Dadurch hat das Unternehmen eine neue Halle und kann nun sogar Energie sparen.
Intelligenter und effizienter. Präziser und nachhaltiger. Wo es mit der Zerspanung einfach besser geht, erweist sich Van Ommen als die richtige Partei. Das Unternehmen im Gelderse Beekbergen bündelt mehr als siebzig Jahre Erfahrung unter anderem mit den Werkzeugen der Eigenmarke Phantom. Kunden können diese auf der Online-Plattform von Van Ommen bestellen, während ein Testcenter die Qualität der Werkzeuge gewährleistet. Kontinuierliche Erneuerung, Suche nach neuen Materialien und Techniken: Damit bleibt das Metallbearbeitungsunternehmen in einer anspruchsvollen Branche an der Spitze.
Die Herausforderung
An Ehrgeiz mangelt es Van Ommen also nicht. Die neue Produktionshalle ist inzwischen realisiert und das Wachstum kann wieder aufgenommen werden. Dennoch sah es lange Zeit nicht danach aus. Bastian Hoonhorst, Berater bei Hollander Techniek, erinnert sich noch gut an die ersten Gespräche mit Van Ommen. „Das Unternehmen hat eine mit dem Netzbetreiber vereinbarte, vertraglich vereinbarte Leistung. Da konnte und kann nicht mehr dazu kommen, die Kapazität im Stromnetz in und um Beekbergen ist einfach voll.“
Eine Expansion war daher lange Zeit unmöglich, wie es auch für so viele andere Unternehmen gilt, betont Bastian. „Wir müssen alle vom Gas weg, um so die CO₂-Emissionen zu begrenzen. Wer aber anschließend elektrisch fährt, bekommt es mit der Problematik der Netzengpässe zu tun.“ Inzwischen warten in den gesamten Niederlanden circa 12.000 Großkundenanschlüsse auf eine Erweiterung. „Dann sprechen wir über Unternehmen, die weiterkommen wollen. Die wachsen, elektrifizieren und nachhaltiger werden wollen. Das alles steht jetzt still.“

Die Partnerschaft
Laut Bastian muss die Energiewende vor allem praktisch durchführbar sein. Eine Vision, die von Tibo Energy geteilt wird, das mit seinem Energiemanagementsystem Unternehmen Kontrolle über Kosten, Emissionen und Kapazität gibt. Im Mittelpunkt steht der KI-Algorithmus Alice, mit dem Benutzer dynamisch und flexibel Energieströme steuern können. Darüber hinaus ermöglicht Tibo Energy es Partnern, den Fall mit einem digitalen Zwilling durchzurechnen. Das ist eine virtuelle Kopie eines physischen Systems, mit dem Sie Business Cases testen, Engpässe sichtbar machen und eine realistische Konfiguration für das EMS erstellen.
„Es gibt noch viel zu optimieren – nicht nur hinter, sondern auch vor dem Zähler“, sagt Jeroen Althusius, Mitbegründer von Tibo Energy. „Diese Optimierung schafft Kapazität frei, wodurch ein Unternehmen möglicherweise doch die neue Maschine installieren kann. Und das nicht nur: Das Unternehmen kann auch effizienter auf Emissionen und Kosten steuern.“ Der Ansatz bietet einen deutlichen Mehrwert, in dem Tibo Energy und Hollander Techniek zueinander gefunden haben. „Es gab sofort einen Klick zwischen unseren Unternehmen“, sagt Jeroen, „die Betriebskontinuität der Kunden steht bei beiden an erster Stelle.“
Bastian: „Tibo hat alles in einem Paket. Sie bringen die Software-Expertise, wir die Implementierungskraft. Und ja, dann funktioniert es.“

Das Projekt
In Beekbergen führten die Partner bei Van Ommen ihr erstes gemeinsames Projekt durch. Als Startpunkt wurde die neue Situation des Unternehmens in einem digitalen Zwilling simuliert. „Wir haben den Kundenbedarf erfasst, daran die benötigte Leistung gekoppelt und diese Informationen in die Software eingegeben“, erzählt Bastian. „Das aktuelle Energieprofil und der simulierte zukünftige Verbrauch erzeugten eine zu hohe Spitze für den Netzvertrag. Deshalb haben wir Solarmodule zum digitalen Zwilling hinzugefügt, obwohl wir damit das Problem nur im Sommer behoben haben. Dann gab es zwar einen Überschuss an Solarenergie, aber in der anderen Jahreszeit hatten wir immer noch ein Defizit.“
Wie sollte Van Ommen auch die Wintermonate sorglos überstehen können? Die Lösung wurde in einer von Hollander Techniek gelieferten Batterie gefunden. Gedacht, um Energie vorübergehend zu speichern und für das Abflachen des Spitzenverbrauchs im Winter zur Verfügung zu stellen. „Mit der neuen Halle hat Van Ommen auch eine neue Punktschweißanlage“, erzählt Bastian. „Das ist eine große Anlage, die erhebliche Stromspitzen verursacht. Gerade an Tagen mit wenig Sonnenlicht möchte man diese auffangen können, was auch dank der Batterie gelingt.“

Das Ergebnis
Die Kraft der Simulation übersetzt sich in eine exakte Ansteuerung. So auch bei Van Ommen, das am bestehenden Standort weiterwachsen und gleichzeitig den Produktionsprozess nachhaltiger gestalten kann. Die Batterie sorgt für Energieeinsparung, die mit Hilfe der vorhersagenden Tibo-Software weiter optimiert wird. „Van Ommen ist für mindestens die kommenden fünfzehn Jahre in Bezug auf Energieverbrauch und -management abgedeckt“, sagt Jeroen. „Das ist übrigens auch ein Verdienst des Unternehmens selbst, das es gewagt hat, in diese Assets zu investieren.“
Das Projekt in Beekbergen zeigt, wie eine Notsituation in einen Wettbewerbsvorteil umgewandelt werden kann. Jeroen: „Mit einer Lösung wie bei Van Ommen können Unternehmen dank weniger CO₂-Emissionen nachhaltiger werden und ihren Energieverbrauch senken. Der Wert davon reicht weiter als nur eine Antwort auf Netzengpässe. Dies ist eine Lösung für Optimierung, Effizienz und strukturelle Verbesserungen.“



